Wenn Dinge reden könnten.
Das Photomagazin JPG veranstaltet gerade einen Wettbewerb, der prima in die Welt der Habseligkeit passt:
Filed under dinge, kommunikation | Comment (0)Objects don’t offer opinions, or even move without the assistance from the living. But with a little imagination and some direction from you, these objects can do and say quite a lot.
For this photo challenge, bring objects to life.
…
Gummibär-Leuchte de luxe.
Bei der fulminanten SWISS MISS ist er mir hier untergekommen, der wundervolle Gummibär-Chandelier, den es bei jellio.com gibt, Preis auf Anfrage:
“… a sweet chandelier made of approximately 5,000 hand-strung acrylic gummi bears. (A process which takes about two months to complete) Only ten will ever be made, and each one will be a little different”
Während ich von echten Gummibärchen ganz schnell Zahnweh bekomme und ich auch nie viel für diese überdimensionierte Gummibärenlampen zum Hinstellen übrig hatte, finde ich dieses edle Modell durchaus lecker.
Was will uns dieses Produkt sagen? Zukünftige Besitzer legen sicher sehr viel Wert auf das Besondere und haben möglicherweise sowohl Kinder als auch einen netten Sinn für Humor. Und einen süßen Zahn. Oder sie wissen einfach nicht, wohin mit all dem Geld … Günstig dürfte dieser besondere Kronleuchter sicher nicht sein. Dafür strahlt er Spielfreude in Reinkultur aus.
Filed under dinge: möbel, produktdesign | Comment (0)So schön kann Müll sein.
Isser nicht wunderschön, der minimalistische Mülleimer von Shigeichiro Takeuchi, seines Zeichens japanischer Designer vom Shigeichiro Studio?
Wie schade, dass man im Netz so viele wunderschöne Produkte findet, zu denen aber Preis und Bezugsquelle fehlen …
via Ian Claridge
Filed under dinge: möbel, produktdesign | Comment (1)Nimm mein Mixtape, Babe.
Das gute alte Mixtape hat sich verwandelt – in einen handlichen USB-Stick, immerhin mit nicht mehr Platz als eine Kassette und einer originalgetreuen Kassettenhülle zum Beschriften und Niederlegen der Songauswahl.
Und hier kommt der Soundtrack zum Mixtape 2.0:
Rettet die Kassette! (Und wenn’s so ist …)
Filed under gadgets, kommunizierende dinge, sammeln und aufbewahren | Comment (0)Mais-Joghurt.
Ich mag Mais und ich mag Joghurt. Aber …
Filed under lebensmittel | Comment (1)Saugende Maus.
Es bläst und saugt der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann – oder wie war das?
Jedenfalls kann die Computermouse mit eingebautem Staubsauger auch Krümel vom Schreibtisch einsammeln, gar keine schlechte Idee.
Filed under gadgets | Comment (0)Habselig: Gesegnete Handys und Laptops.
Wie eng die Verbindung zwischen Menschen und Dingen in mannigfaltiger Hinsicht sein kann, zeigt ein Bericht auf katholisch.de, in dem es um Handys und Laptops geht, die einen kirchlichen Segen erhalten können.
Filed under Habseligkeit, dinge | Comments (2)In London wurden in einer anglikanischen Kirche Laptops, Blackberrys und Handys gesegnet. In folgendem Interview spricht der Liturgiereferent der Diözese Würzburg, Stephan Steger, über diese Segensfeier und die grundsätzliche Bedeutung des Segens.
POW: Herr Steger, ist es angebracht, Laptops, Blackberrys und Handys zu segnen?
Steger: Alles, was dem Menschen hilft, was ihm dient, sein Leben zu gestalten, kann nach katholischer Tradition mit einer Segensbitte bedacht werden. Continue reading »
Heimat-Marmelade.
Marmelade von Bonne Maman ist nicht nur einfach Marmelade, sie ist auch Hausfrauenkunst, gute alte Zeit und ein Stückchen Heimat. Deshalb bekommt sie auch einen Artikel bei Welt Online. Von der Ausdruckskraft der Markenpersönlichkeit her hat sie’s verdient.
Filed under kommunizierende dinge, lebensmittel | Comments (6)Nicht nur “sprechende” Dinge im Allgemeinen …
sondern auch mitteilsame Kekse im Besonderen werden immer noch unterschätzt:
Die taktische Funktion von Keksen und anderen Lebensmitteln, die bei Besprechungen eingesetzt werden, wird immer noch unterschätzt. Henning Lühr hat in einer Studie ermittelt, wie es um die Kekskultur in Amtsstuben bestellt ist und welche Menschentypen beim Keksessen sichtbar werden.
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Glücklicherweise hat sich schon vor einiger Zeit der Staatsrat für Finanzen bei der Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen, Henning Lühr, diesem Thema angenommen und die Besprechungs- und Kekskultur im Lebensbereich deutscher Verwaltungen genauer unter die Lupe genommen.
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Lührs Erkenntnisinteresse war, „wie sich andere Besprechungsteilnehmer im alltäglichen Kampf um die gereichten Kekse aufführen.“
[...]
- Kekse wurden nur bei 35,59 Prozent aller Besprechungen gereicht. Ihre taktische Funktion wird also immer noch unterschätzt. Immerhin: Sitzen Unternehmensberater oder Wirtschaftsprüfer am Tisch, dann steigt die Keksquote auf 100 Prozent.
- Darüber hinaus hat Lühr noch ein paar besondere Typen entdeckt: Der Genießer fixiert den Keksteller und wartet, bis er an den Keks kommt, der ihm den höchsten Genuss verspricht. Der Gourmet greift nur dann zu, wenn die Keksqualität seinen Ansprüchen genügt; tut sie das nicht, lässt er das den Gastgeber spüren. Der Ernährungsbewusste demonstriert, dass er für Zwischenmahlzeiten nicht anfällig ist.
Da sieht man mal wieder, dass Lebensmittel nicht ohne Grund Lebensmittel heißen und ihre “Benutzung” viel über den Dingverwender verrät – Essverhalten ist ebenso eine Sonderklasse (im Sinne von besonders interessanter Kategorie) der kommunikativen Nutzung von Alltagsgegenständen, ebenso wie der Bereich Mode und Kleidung.
Weiter geht’s hier bei business-wissen.de und in Henning Lührs Buch Management by Biscuits: oder Der mit den Kalorien tanzt
Danke an Ina vom vogelfreien Apriltext-Blog für den Link via Texttreff!
Bild: mara.l/pixelio.de
Filed under kommunizierende dinge, lebensmittel | Comment (0)Die Macht der Dinge.
Frau Herold von CAT Innovations schreibt da etwas sehr Interessantes, das auch auf Habseligkeit sehr gut hätte “zuerst” stehen können – oder hier auch schon steht, unter anderem im allerersten Eintrag. Sie beschreibt einen Kern von Habseligkeit und dem noch zu veröffentlichen Buch “Kommunikative Funktionen von Alltagsgegenständen” sehr schön:
In der letzten oder vorletzten Psychologie heute stand ein Artikel darüber, wie Sachen ihre Besitzer „konstituieren“, und wie Dinge von vielen Menschen als Bestandteil der eigenen Person angesehen werden; das würde einem allerdings oft erst so richtig bewusst, wenn man bestohlen wird. Oder wenn man als alter Mensch in die Senioren-Residenz (Ah! Deutsche Euphemismen: unübertroffen!) eincheckt. Ein Bett, ein Tisch, ein Sessel, die Glotze, das eine oder andere Buch, bisschen Nippes, paar Familienfotos. Zeug, an dem man hängt, weil es einen an etwas erinnert: An sich selbst… Ich komme drauf, weil ich gerade einem Freund beim Umzug helfe – (…)
Die Ausgabe mit dem Artikel “Wir sind, was wir haben” von Annette Schäfer hab ich gleich mal bestellt. Ich bin gespannt, wie viel Neues hier drinsteht, denn Dinge und Identität sind ja auch eines meiner “Forschungsgebiete” sowie Titel meiner ersten Publikation bei Amazon
– also wenn ich denn mal zum forschen komme …
Dinge kommunizieren natürlich nicht nur mit den Menschen in unserer Umwelt, sie reflektieren auch für uns und auf uns selbst, wer wir sind, wo wir stehen und wie wir fühlen. Dabei geht es natürlich um Quantität ebenso wie um Qualität. Eine Reduktion der Dinge, eine Konzentration auf das Wesentliche, das scheint mir ein ganz schönes Ziel zu sein, aber zum Mitmachen bei dieser Aktion hab ich dann doch wenig Lust. Wahrscheinlich befinden sich schon auf meinem Schreibtisch mehr als nur Siebensachen …
Und da fällt mir David Bruno mit seiner „100 Things Challenge“ ein – der Typ versucht, mit „nur“ hundert Sachen auszukommen. In USA und Deutschland ein interessantes Experiment – in anderen Breiten wären eine Menge Leute froh, mehr als ein Essgeschirr und etwas zum Anziehen ihr Eigen zu nennen. Wir mit unserem Besitz-Fimmel, wir brauchen doch ehrlich alle eine Therapie.
Die 100-Dinge-Challenge dürfte dieser Tage zu Ende gehen, ich werde mal bei Facebook gucken gehen, wie sich das Projekt so angelassen hat. Ist weniger wirklich mehr?
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