Nimm mein Mixtape, Babe.

Januar 27th, 2010

Das gute alte Mixtape hat sich verwandelt – in einen handlichen USB-Stick, immerhin mit nicht mehr Platz als eine Kassette und einer originalgetreuen Kassettenhülle zum Beschriften und Niederlegen der Songauswahl.

Und hier kommt der Soundtrack zum Mixtape 2.0:

Rettet die Kassette! (Und wenn’s so ist …)

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Kreativ-Award für Habseligkeit. ♥

Dezember 11th, 2009

Das kommt davon, wenn man meint, einen Beitrag längst veröffentlicht zu haben, der aber noch in den Entwürfen ruht – wobei das mit Obama ja nach wie vor aktuell ist … So here we go:

Aus heiterem Himmel kam die Verleihung und damit ein bisschen wie der Nobelpreis zu Obama – als Vorschusslorbeeren. Denn ich bin doch hier noch gar nicht so richtig fertig mit der Sammlung von Habseligkeiten, noch gar nicht ganz eingerichtet mit meinem Sammelsurium von Gegenständen, Konsumartikeln und Gadgets, die die Welt mehr oder weniger braucht, da werde ich schon awardiert …

Vielen Dank, liebe Susi, ich fühle mich sehr geehrt! Auch diese Geschichte kam übrigens ehedem zunächst von Berlinessa über den Ozean geschwebt.

Gemäß der Regularien sollen sich hier also dann auch noch 7 bislang wenig bekannte Tatsachen über mich finden … Nun gut.

1. Ich bin eine elendige Jägerin und Sammlerin, wenn’s um Dinge geht. Nee, kein Messie. Aber wenn es noch funktioniert, kann ich es schwerlich wegwerfen. Für eBay und Trödelmarkt fehlt momentan die Zeit, aber das kommt … siehe Punkt 4.

2. Dinge mit Augen kann ich gar nicht in den Müll stecken. Ich weiß gar nicht, wie ich die frühkindlichen Schmusetiere wieder losgeworden bin, wahrscheinlich auf Umwegen oder jemand hat es mir abgenommen.

3. Weder Schmusetiere noch Puppen haben mir als Kind so wirklich was gesagt. Was nicht heißt, dass ich begeistert war, als meine Schwester meine Barbies enthauptete.

4. Ein Raum der Wohnung ist derzeit tatsächlich noch exklusiv diversen Gegenständen gewidmet. Continue reading »

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Museale Banalitäten.

Oktober 22nd, 2009

Da hat sich doch noch jemand wissenschaftlich an den kleinen Dingen, die die Welt bedeuten, zu schaffen gemacht:

[...] der entstehende zufall erfragter gegenstände unterschiedlichster personen dient als grundlage für die sammlung. im wesentlichen geht es um das offenlegen der hinter den gegenständen verborgenen konzepte von mensch und gesellschaft. das ziel ist eine visualisierung verborgener zusammenhänge, durch die der betrachtende zur erforschung und bewusstwerdung von eigenen strukturen, wahrheitsdefinitionen und geschichtlichkeit angeregt werden soll.

Laut denic ist es Anke Brodersen, die dort museale Banalitäten und gesammelte Werke inszeniert – jeweils mit ihrer ganz eigenen kleinen Geschichte. Im virtuellen Dinge-Museum kommt die Schlafbrille neben der Konstantin-Wecker-CD, kommt ein alter Zopf neben dem Fußbänkle aus der Biedermeierzeit zu liegen, das in Nachkriegsjahren als Radio”sessel” für den Volksempfänger diente. Die doch noch aus dem Müll gerettete Geldbörse wird als Bruchteil einer Biographie beschrieben, die beim Entrümpeln entdeckte Schachtel mit Milchzähnen enthält sogar “echte” Fragmente einer physischen Existenz und zeugt vom im Erwachsenenalter verlorengegangenen meditativen Zustand des Bastelns. Mit so einem Kapuzenbadetuch wurde ich auch seinerzeit von meiner Mutter nach dem Bad gewärmt und getrocknet …

Kompliment für das Projekt, liebe Frau Brodersen, es wäre schön, wenn es weitergeführt würde. Auch ich verlängere mit diesem Blog ja quasi meine Magisterarbeit über die kommunikativen Funktionen von Gegenständen …

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Zu viele Dinge.

Januar 7th, 2009

“Er war einfach ein Sammler. Er kam immer mit einer geballten Ladung Kartons nach Hause und lebte in seiner eigenen Welt.” Das sagte nach Angaben von Spiegel Online ein Anwohner über den Mann, der in seiner Sammlung von Habseligkeiten wahrscheinlich verdurstetet … :-(

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Die Trennung – das ungeliebte Ende jeder Dingbeziehung.

Juni 19th, 2008

Warum wir uns nur schwer von unseren Sachen trennen können

[Psychologie/Wirtschaftswissenschaften]

Stanford (USA) – Ob Plunder oder Preziosen – der Mensch hängt an dem, was er besitzt. Sobald er von seinen Besitztümern etwas weggeben soll – verschenken, verkaufen oder wegwerfen -, überkommt ihn ein mehr oder weniger starker Trennungsschmerz.

Things
Creative Commons License photo credit: Jo Jakeman

Wie die Wirtschaftspsychologie bereits erkannt hat, verkauft der Mensch seine Dinge, sofern er sie überhaupt verkauft, zu einem deutlich höheren Preis als er sie selbst kaufen würde. In der Forschung spricht man daher vom “Besitztumseffekt”. Jetzt haben amerikanische Neurowissenschaftler herausgefunden, dass der Besitztumseffekt seinen festen Platz im Gehirn hat. Wie sie in der Fachzeitschrift “Neuron” darlegen, lässt sich in der Region der so genannten Insula die individuelle Ausprägung des Besitztumseffektes nachweisen.

Der Besitztumseffekt ist für die Wirtschaftswissenschaft eigentlich etwas, was es nicht geben dürfte. Denn ob jemandem etwas gehört oder nicht, sollte keinen Einfluss auf den Grad der Wertschätzung eines bestimmten Gegenstandes haben. “Während der Besitztumseffekt regelmäßig und robust sowohl unter Laborbedingungen als auch in natürlichen Situationen nachweisbar ist, waren die psychologischen und neuronalen Mechanismen, die ihm zugrundeliegen, bislang völlig unklar”, erklärt Brian Knutson von der Stanford University. Continue reading »

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Die Essenz aller Dinge.

April 14th, 2008

Inspiriert von einer ZEIT-Kolumne von Herrn Martenstein bloggte Antje kürzlich über die stetige Verschönerung des eigenen Lebens (oder zumindest der konstanten Evolution der eigenen Lebenswelt hin zum Besseren, Ästhetischeren und Wichtigeren): Nur das, was wirklich, wirklich wichtig ist.

Eine Essenz (ja!):

Es geht darum, dass Herr Martenstein sich von Büchern aus seinem Bücherregal verabschiedet, die eigentlich gar nicht so wichtig sind. [...] Und für jedes neue Buch, das er behalten möchte, wird ein vorhandenes aussortiert, so dass es nicht mehr werden, die Qualität aber stetig steigt. Und irgendwann hat man nur noch Lieblingsbücher im Regal. Das Prinzip lässt sich auch auf alle anderen Besitztümer anwenden. Man komprimiert und dampft alles im Laufe der Jahre so weit zusammen, dass man irgendwann nur noch die pure Essenz hat – so wird das Leben immer schöner, denn das Wichtigste ist, dass der Maßstab ausschließlich der eigene ist! Eine wunderbare Vorstellung.

Front of the 'Library'
Creative Commons License photo credit: General Wesc

Ich geb’s zu: Mir fällt es schwer, mich von Dingen zu trennen, auch wenn ich nicht übel Lust dazu hätte, mal so einiges rauszuwerfen. Aber dann schleicht sich doch der Gedanke ein: Eine größere Wohnung, das wäre doch die Lösung … ;-)

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Erinnerdinge.

April 13th, 2008

Ein klein wenig überrascht bin ich jedesmal, wenn ich jemanden finde, der sich auch mit der Bedeutung von Dingen, von scheinbar profanen Alltagsgegenständen, befasst. Meine Schwester machte mich diesmal aufmerksam auf einen Artikel in der aktuellen PAGE, der auf die Seite des Projektes Erinnerdinge verweist.

Worum geht es da?

Laut Selbstauskunft der Seite geht es um folgende Aspekte:

Erinnerdinge sind persönliche Dinge, die uns einfach nicht verlassen wollen. Dinge, die wir schon xmal in Umzugskartons gepackt und wieder hervorgeholt haben. Es ist schwer sich von ihnen zu trennen, weil sie mit bestimmten Erinnerungen verbunden sind. (…)

Auf erinnerdinge.de finden die Geschichten der Dinge, die sonst vielleicht nie erzählt würden, ein neues Zuhause. Sie sagen uns, wer wir sind und woher wir kommen.


Creative Commons License photo credit: acidcookie

Katrin Imhof sammelt auf der Seite Dinge verschiedener Menschen und ihre Geschichten, sozusagen als virtuelles Archiv für Memorabilia.

Meine Schwester und ich haben auch einmal beschlossen und – inspiriert durch die “Abschiedsfotos” von Gegenständen, die wir bei eBay einstellten -, damit begonnen, uns die Trennung von Dingen durch ihr Platz sparendes fotografisches Bewahren zu erleichtern …

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