Sachen sammeln, jagen, haben – und das Museum der Dinge.

Ich sammle. Vor allem Blogartikel, die nicht mit „Uiuiuiui, der ist aber lange her, der letzte Eintrag“ anfangen. Aber ich sammle auch Dinge. Produkte, Sachen, Gegenstände. Um später wieder zu entrümpeln. Dazu Gedanken über alltägliche Dinge. Warum man die haben möchte, sammeln, behalten, archivieren, ins Regal stellen, nicht loslassen. Darüber hab ich meine Magisterarbeit geschrieben, darüber denke ich aber auch berufsbedingt immer wieder mal nach, denn als Werbetexterin ist es mein Job, Menschen zu sagen, warum ein gewisses Ding ihr Leben bereichern könnte. (Übrigens nicht um jeden Preis, ein allzu aufdringliches Verkaufen liegt mir nicht so, ich seh mich da eher als Vermittlerin, vielleicht.) Erstaunt stell ich dann immer mal wieder fest, dass sich auch andere Menschen mit „meinem“ Leibundmagenthema befassen. Heute war’s meine Kollegin Alice Scheerer, die im SlowLifeLab über ihre Sammlungen und das Museum der Dinge in Berlin schreibt.

Da ich im Haus meiner Oma einen alten Küchentisch mit Linoleumtischplatte fand, von dem eine liebe Freundin meinte, er könne aus einer „Frankfurter Küche“ stammen, fand ich den dazugehörigen Teil besonders spannend:

„Ein eigener Raum ist der Frankfurter Küche gewidmet, einer der ersten Einbauküchen. Sie wurde von der Architektin Margarete Schütte-Lihotzky7 nach Gesichtspunkten der Arbeitsoptimierung, Platzersparnis und Bezahlbarkeit entworfen.“

Leider hab ich die Blogparade zum Thema Sammeln vom Bügeleisenhaus in Hattingen (was es nicht alles gibt – ist das das Gegenstück zum Flat Iron Building in New York hier im Ruhrgebiet?) auch verpasst, aber da sie natürlich vortrefflich zum Thema Dinge, Artikel und Produkte passt, zum Haben, Sammeln und Behalten, sei sie hier noch rasch verlinkt.